Welche Daten muss ein Pharma-WMS führen?
Das benötigte Datenmodell wird aus Produkt und Prozess abgeleitet. Typisch sind Artikel- und Packmitteldaten, Charge, Verfalldatum, Bestandsstatus, Lagerplatz, Menge und Bewegungsreferenz. Zusätzliche Merkmale wie Seriennummern werden nur eingeplant, wenn Datenquelle, Prozess und technische Grundlage bestätigt sind.
- Artikel- und Verpackungsstammdaten
- Charge und Verfalldatum
- Status und Lagerplatz
- Bewegungs- und Auftragsreferenzen
ERP- und WMS-Schnittstellen vor dem Go-live
Vor dem Start wird festgelegt, welche Stammdaten, Bestände, Aufträge, Statusmeldungen und Reports ausgetauscht werden. Formate, Übertragungsweg, Taktung, Pflichtfelder, Fehlerbehandlung und fachliche Verantwortliche gehören in eine Schnittstellenbeschreibung. Eine konkrete Integration wird erst nach technischer Prüfung zugesagt.
- Stamm- und Auftragsdaten
- Bestands- und Statusmeldungen
- Fehler- und Dublettenbehandlung
- fachliche und technische Abnahme
Chargen-, MHD- und Statuslogik
FEFO, Mindestrestlaufzeit, Quarantäne, Freigabe und Sperrung müssen in Prozess und System dieselbe Bedeutung haben. Regeln für automatische oder manuelle Zuordnung werden dokumentiert und mit realistischen Fällen getestet. Systemdaten ersetzen nicht die erforderliche fachliche Entscheidung über den Produktstatus.
- FEFO und Restlaufzeit
- Quarantäne und Freigabe
- chargengenaue Sperrung
- Abgleich von System und physischem Bestand
Tests, Audit Trail und Notfallverfahren
Vor dem Go-live werden Kernfälle, Fehlerfälle und Wiederanlauf geprüft. Welche Änderungen und Benutzerhandlungen nachvollziehbar sein müssen, ergibt sich aus dem vereinbarten Prozess und der Risikobewertung. Für Störungen werden Ersatzabläufe, nachträgliche Datenerfassung und Eskalationswege festgelegt.
- Testfälle und Abnahmekriterien
- Berechtigungen und Änderungsnachweise
- Störungs- und Wiederanlaufverfahren
- Datenabgleich nach Notbetrieb